Als eine Insel, die reich an Sitten, Legenden und Traditionen ist, sind auf La Palma zwei unterschiedliche Architekturstile zu finden. Zum Einen ist die ländliche Architektur naturgemäß sehr geprägt von der Landwirtschaft. Auf den Grundstücken sieht man daher das lagar (Kelterhaus) oder die bodega (Weinkeller) sowie Kornspeicher, Tennen und Mühlen für die Getreidekornproduktion; pajeros (kleine Schuppen) für das Vieh oder aljibes (Wasserspeicher). Zum Anderen ist die städtische Architektur offener für äußere Einflüsse gewesen und hat in den Städten den Kolonialstil etabliert. Dieser Umstand hat sich als Konsequenz eines differenzierenden Interesses entwickelt und ist ein gutes Beispiel für die Vielfalt an architektonischen Stilen und Traditionen, die die Insel zum Meer hin hat wachsen sehen.Der kreative Geist der palmerischen Gesellschaft hat dabei den Lebensstil auf der Insel maßgeblich geprägt und hat so zu einer der Kunst und einer offenen universalen Neugier zugewandten Lebensweise geführt. So belebt die enge Beziehung der Einwohner zu ihrer Geschichte zahlreiche kulturelle Veranstaltungen.
Beispielsweise zeugen die über die ganze Insel verstreuten archäologischen Fundstellen den Besuchern von dieser Affinität. Bisher sind 200 Felszeichnungen, die wichtigsten Überreste der ursprünglichen Bewohner La Palmas, gefunden und aufbereitet worden.
In den Gemeinden der Insel kann man eine große Vielfalt an volkstümlichen Festen sowie ein vielseitiges Angebot an Kunsthandwerk wie Zigarren, Seide oder Stickereien finden, das übrigens eine weltweite Anerkennung genießt.